Böse Mädchen

Klerikale munkeln gerne vom Bösen, der Hölle, den gefallenen Engeln und was weiß denn ich was noch so alles. Zumeist heißt es da, Luzifer sei der Antichrist, des Teufels Sohn etc. pp. In jedem Fall ist alles Böse männlich.
Nun habe ich aber den Spruch: „Herrscher der Hölle, dein Name ist Weib!“ aufgeschnappt. Dies impliziert mir grundsätzlich auch die Möglichkeit des weiblichen Bösen. Ist die Herrscherin der Hölle also eine Frau, so kann es auch geschehen, dass sie als Nachfolger eine Tochter zur Hölle bringt. Diese kann ja dann nicht der Antichrist sein, wegen Gendercorrectness.
Aber was dann?

Vermutlich die Antichrista.

Ergänzung

Alles Gute kommt von oben.
So geht ein geflügeltes Wort.
Doch trifft dies nicht zwangsläufig immer zu.
Diese Taube, oder was auch immer dies mal für ein Vogel war, beispielsweise wird das von oben stattfindende Eintreffen des sie schlussendlich meuchelnden Falken vermutlich eher unerfreulich gefunden haben.
Auch die Bewohner von Hiroshima werden dieses geflügelte Wort wohl kaum mit dem Flugkörper „Little Boy“ verbinden.
Die Wesenheiten in der Tiefsee können die von oben herabsinkenden Giftmüllfässer, welche gerne illegal ins Meer verklappt werden, ebenfalls nicht so gut mit den oben zitierten geflügelten Worten in Einklang bringen.
„Alles Gute kommt von oben“, dieser Satz sollte nicht allein stehen dürfen, sondern müsste stets durch den Terminus „Allerhand Mist übrigens auch“ ergänzt werden.
Wobei der Satz insgesamt ohnehin vollkommener Mumpitz ist, denn das Beste überhaupt kommt ganz klar von unten: Die Kartoffel.
„Alles Gute kommt von oben“ ist hiermit also als geflügeltes Wort gescheitert und widerlegt. Der Gegenbeweis befindet sich oft genug auf meinem Teller.
Geflügelte Worte sollten ihre Flügel auch mal selbst bemühen und oben bleiben. Und wenn sie dann mal runterfallen, dann sollten sie lieber vom sie zur Strecke gebracht habenden Falken zerpflückt werden, anstatt der Welt falsche Weisheit vorzugaukeln.

Manches Gute kommt eben auch von unten.

Bedenklich

Mir ist letztens etwas verfassungsrechtlich relevantes widerfahren:
Beim herumschneftern in verlassenem Gelände lehnte ich mich an eine alte Türöffnung und stieß mir dabei ein ins Mauerwerk eingelassenes Metallteil in den Rücken. Schmerzbedingt sprang ich von der Mauer fort, wodurch die unheilige Allianz aus Haken und Kreuz sogleich wieder getrennt wurde.
Bloß gut, dass kein Verfassungsschutz zugegen war.

(Vgl. „Unbedenklich“ https://thynnephph.wordpress.com/2015/06/02/unbedenklich/)

Unterkiefer

Ein langes Wochenende naht. Ich werde mich wieder in die brandenburgische Einöde zurückziehen und mir die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Baden auch. Und Bier trinken.
Zeitweise werde ich mich dabei sicherlich unter eine Föhre packen und mir Nadeln auf’s Haupt rieseln lassen, während mich die Kienäppel von unten pieken, bei Hitze die Nüstern gebläht den aromatischen Duft des Kiefernharzes einatmen und mich sommerlich fühlen.
Fein.
Unter knackenden Kiefern ist die Welt noch in Ordnung.