Tiefschürfend

Eine gute Idee, den Verstorbenen beim Einfahren in den Schacht der Ewigkeit den traditionellen  Bergmannsgruß hinterherzurufen.

Auf dass sie Erzgänge und Kohleflöze finden werden…

Glück Auf!

Unerwartet

Diese Münze hier habe ich letztens erst wiedergefunden. Sie erheiterte mich schon früher einmal, daher habe ich sie behalten. Auch diesmal musste ich lachen. Ein Vögeli! Das klingt nach einer Spezialwährung zum Erwerb von schlüpfrigen Dienstleistungen in schweizerischen Rotlichtetablissements!

Aber wer bekommt diese Münze üblicherweise in die Hände gedrückt? Freier im Trenchcoat mit hochegschlagenem Kragen und Sonnenbrille vom Türsteher am finsteren Eingang eines zwielichtigen Bordells im Industriegebiet?

Nein! Kinder! Von ihren Eltern! Im Vogelpark Marlow unweit der Ostsee. Um Vogelfutter aus Automaten zu kaufen.

Da muss sich doch einer was bei gedacht haben bei der Benennung der Währung.

Bei mir ging das Konzept voll auf: Ich habe mir gleich ein paar der witzigen Billigmünzen gekauft und nicht alle davon für  Vogelfutter zum Vögelfettfüttern gekauft sondern die Münzen zu meiner Erheiterung behalten.

Hat geklappt. Bin erheitert.

Und bevor jemand fragt: Nein, ich habe nicht die Absicht, meine witzige Münze gegen spezielle Dienste im Nachbarland einzutauschen. Ich behalte die lieber und verstecke sie irgendwo in meinem Haushalt, damit ich dereinst wieder unverhofft infantil kichern kann.

…kicher…

Verstörend

Ich stelle fest, dass es auch besser gewählte Orte gibt, um eine Liebesbekundung niederzuschreiben als ausgerechnet direkt über dem Einwurfschlitz einer öffentlichen Mischmülltonne.

Oder ist es der Balzruf an die Adresse eines Einweglustobjektes?

Gnatz 5 oder Ein langer steiniger Weg

Seit extrem langer Zeit schon (siehe Gnatz 1-4) lasse ich mich hier mit vielen Schmähworten über die Unfähigkeit der Berliner Bürgerämter aus. Nach langem Hickhack hatte ich aber dann doch einen Termin ergattern können, und zwar im Bezirk Tegel im Ortsteil Heiligensee. Für die, die es nicht wissen, Heiligensee erreicht man aus Berlins Zentrum nach etwa einer Stunde Autofahrt. Ist aber nicht schlimm, dachte ich mir, zum Zeitpunkt des Termins habe ich ja eine Baustelle ebendort um die Ecke.

Das ist jetzt dreieinhalb Monate her. So lange muss man im Voraus planen. Ich habe auch im Umfeld noch rumgefragt wegen bekloppter Bart und so (Siehe Gnatz 4) und habe mich entsprechend gesichtsfrisiert, sodann habe ich gestern noch flugs biometrisches Bildmaterial anfertigen lassen und habe heute die Baustelle verlassen um überpünktlich beim Bürgeramt zu erscheinen. Dort hockte ich mich in den schmuck- und trostlosen Wartebereich und tat, was man in Wartebereichen so tut: Nüscht. Bei jedem erklingenden PlingPlong schaute ich auf die Wartenummernaufrufewand und fand dort meine Wartenummer nicht aufgerufen. Um sie mir noch einmal genauer einzuprägen beäugte ich erneut die Terminbestätigungsmail  und- Schockschwerenot! Oh Weh und Ach!- Der Termin war gestern! Weia! Da hatte ich mich doch tatsächlich fast schon insgeheim  auf den Termin gefreut und mich innerlich auf zehn Jahre Ruhe vor dem Mist eingestellt und dann sowas!

Mist, verfluchter!

Und das Schlimmste daran ist: Ich kann es diesmal gar nicht auf das Amt schieben, dass das nicht geklappt hat! War meine eigene Schuld! Meine Blödheit! Verflixt!

Schande!

Ich habe gleich nach einem neuen Termin gesucht und wieder keinen freien Termin innert der nächsten Monate im Internet finden können. Aber bei der Servicenummer, die Dame dort, die hatte noch einen Termin für mich. Ende Juni! In zwei Monaten! Aber wenigstens in Hellersdorf, das ist nicht so weit von meiner Arbeit weg, das müsste ich schaffen.

Dachte ich bei Heiligensee allerdings auch schonmal ähnlich.

Aber eins hatte ich damals auch nicht recht bedacht bei meinem genialen Heiligensee-ich-verbinde-das-mal-mit-meiner-Baustelle-Plan: Zum Abholen des Ausweises hätte ich ja noch einmal nach Heiligensee gemusst. Stunde hinfahren, Stunde warten, Stunde zurückfahren, Stunde abreagieren. Das wäre auch ein halber Arbeitstag geworden.

Gott sei Dank ist mir das erstmal erspart geblieben…

Ach ja, ich hatte hier einen ganzen Sack Querverweise eingestreut, die bezogen sich darauf:

https://thynnephph.wordpress.com/2015/05/07/gnatz/comment-page-1/

https://thynnephph.wordpress.com/2015/05/19/gnatz-the-sequel/

https://thynnephph.wordpress.com/2015/07/09/gnatz-teil-3/

https://thynnephph.wordpress.com/2015/07/21/gnatz-part-4/

 

So. Auf ein Neues.

Hundehaufen

In meinem Kiez befindet sich ein Frischfleisch-für-den-Hund-Fachgeschäft mit dem Namen „Bones for Dogs“. Wenn ich weiterhin Hundeschädel in Feld und Flur finde, dann kann ich bald nebenan einen Laden aufmachen mit dem Namen „Bones from Dogs“.

Ob das eine gute Nachbarschaft werden könnte?

Who knows…

Botschaft

Wenn man aus einer Botschaft eine wichtige Botschaft in dieses Boot schafft ist es unwahrscheinlich, dass es die Botschaft ans andere Ufer mit diesem Boot schafft.

Mons Pubis

Belustigt hatte ich gerade wieder meine alte elektrische Heckenschere in der Hand und las den verwirrenden Firmennamen darauf. Wie oft wird es wohl vorgekommen sein, dass ein Exemplar dieses Gartengerätes fälschlicherweise als Untensil für die Intimfrisurmodifizierung verwendet worden ist?

Ich will es lieber gar nicht wissen.

Schauder…