Brumm

Bienen brummen beim Brombeerbau.

Diese Alliteration mal flugs als Einleitung zum nun folgenden Brumm-Text:
Mit dem Wort Brummen verbinde ich ein durchaus kurioses Bild. Mein Vater ist daran schuld. Als ich nämlich noch kleen war und noch gritzegrün hinter den Ohren, da kam das Gespräch irgendwann mal auf Strolche und Bösewichter, kriminelles Geschmeiß und zwielichtiges Gesockse. Diese würden, so erklärte mir mein alter Herr, eingefangen und ins Gefängnis gesperrt. Dort würden sie dann brummen.
Jeder, der mit der Justiz in Konflikt geriete müsse ins Kittchen und dann dort brummen.
In meinem Kopf formten sich sogleich Bilder vom Räuber Hotzenplotz in seinem finsteren Karzer, welcher nicht mehr schlafen noch essen noch sprechen kann, weil er als Strafe übergeholfen bekommen hat jahrelang ein konstantes Brummgeräusch von sich zu geben. Immer wenn wir mal an einer Justizvollzugsanstalt vorbeikamen und mein Vater mich auf diese hinwies wurde ich sofort ganz still und hielt lauschend den Atem an um das Brummen zu vernehmen. War aber nie was zu hören. Das kann aber auch an den dicken Mauern gelegen haben.
Woher die Redewendung des Brummens im Kerker kommt habe ich nie hinterfragt. Womöglich, weil eine Strafe einem ja aufgebrummt wird. Oder so.
Ist aber eigentlich auch egal.
Das Bild der brummenden Kriminellen ist auch ohne Erklärung ein sehr schönes.

Brumm.

Hihi.

2 Kommentare

  1. emmaelpunkt · Juni 22, 2015

    ja das ist es. ein schönes bild 🙂

    Gefällt mir

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