Revolution

Der Frühling hält mit Schmackes Einzug, allerorten platzen die Knospen, allerlei Botanik blüht bereits und allesamt brüllen die Gefiederten ihren Balzgesang in unsere Gehörgänge.
Doch nicht nur außerhalb der Betonburgen, die wir unser Eigen nennen, tut sich was, nein, die unbeugsame Natur nutzt jede unserer Schwächen gnadenlos aus und vermag an den abenteuerlichsten Orten seine zweikeimblättrigen Späher auszusenden, wie hier in meiner letztens besuchten Ferienwohnung.
„Wehret den Anfängen!“, so dachte ich nicht und beließ das zarte Pflänzlein, welches ich der immer wieder auf mich einprasselnden Indoktrination durch die Medienwelt wegen liebevoll Aufschwung nannte, an seinem Ort, mit der Hoffnung, ein starkes und widerstandsfähigen, ja eventuell gar wehrhaftes Geschöpf möge sich hier dauerhaft etablieren, indes die Wahrscheinlichkeit hierfür sehr gering war. Vermutlich tat die nach meiner Abreise eingetroffene Putzkolonne das was ich nicht vermochte und riss den Vorboten des Zivilisationsniedergangs mit Stumpf und Stiel aus dem nassforsch gewählten Lebensmittelpunkt.
Doch nehmt dies als Zeichen! Auch chromblitzende Küchen sind nicht unangreifbar durch Wildnis und Freiheit, Garten ist überall!
Und so soll es sein!

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