Verduften

Gestern habe ich mal wieder einen Eintopf im Kessel bereitet. Es war ausgesprochen gemütlich, die Sonne schien und das Wetter hat auch noch mitgespielt (sensationelle Hitze von 7°C und strahlender Sonnenschein mitten im Dezember!). Und die Suppe war lecker. Was mir aber anschließend auffiel, nicht zum ersten Mal allerdings, das ist Folgendes:

Wenn man nicht direkt Altreifen oder anderweitigen Sondermüll in die Flammen wirft sondern vernünftiges trockenes Holz, dann duftet Feuer. Es riecht nach Geborgenheit, Wärme und überhaupt allgemein gemütlich. Sobald das Feuer aber aus ist und man sich von ihm entfernt, dann hat man nur noch unangenehmen Gestank in der Nase. Und der ist hartnäckig und setzt sich in den Klamotten und den Haaren fest. Und er kommt nicht mal auf die Idee, sich zu  verflüchtigen.

Die Gemütlichkeit eines Feuers kann also überhaupt nicht transportiert werden. Nichtmal als nette Duftnuance. Gewesenes Feuer ist nichts als Gestank und verbrannte Erde.

Und dennoch werde ich wieder und wieder Feuer machen und am Feuer sitzen.

Und entsprechend stinken.

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