Grausiger Fund I

Weil ich hier gerade einer meiner wichtigsten Kategorien eröffne, hier ein paar einleitende Worte dazu:

Warum Fotos von Kadavern? Warum nicht? Ich habe vor etlichen Jahren mit der morbiden Tierfotografie begonnen (ein meiner Cousine nach deutlich unterschätztes Genre) und mir auch manchmal die Frage gestellt, warum ich das so mag. Nach einer Weile fand ich die Antwort auf diese Frage in meiner Kindheit. Nun ja. Die Weile war ziemlich kurz. Sie ist auch eine gute Antwort auf die Frage, warum ich gerne grässliche Horrorfilme sehe, oder warum in meinem Kopf immer wieder Ideen auftauchen, wie man grässliche Horrorfilme noch grässlicher machen könnte. Und diese Fragen waren noch älter.

Die Antwort auf all diese und sicherlich noch eine ganze Reihe anderer Fragen liegt also in meiner Kindheit begründet. Wie viele Kinder in der Kindheit besuchte ich einen Kindergarten. Dieses war ein Dorfkindergarten in einem kleinen Dorf in Niedersachsen, und dieser war untergebracht im hinteren Bereich des Dorfgemeinschaftshauses in welchem noch allerlei andere Sachen untergebracht waren. Um nun zu dem Kindergarten zu gelangen musste man durch einen Gang gehen. Bevor man diesen Gang jedoch betreten konnte musste man über den Vorplatz an den Feuerwehrgaragen vorbei. Und in der dem Gang am nächsten gelegenen, leeren Feuerwehrgarage war etwas untergebracht, was uns der Antwort etwas näher bringt: der Dorfschlachthof.

Manchmal, wenn Schlachtefest war, musste man als Kind am offenen Schlachthoftor vorbei und konnte reinkieken. Da drin hatten die dann Schweine falschrum aufgehängt und aufgemacht, das Gekröse fladderte über den Boden und am Schwein wurde rumgeschnippelt und alles war blutig. Das meiste Blut jedoch wurde in einem Zuber gesammelt und irgendein altes Mütterlein saß neben dem Kindergartengang vor demselben und rührte ungerührt Kräuter ins Blut. Manchmal konnte man die Sau auch noch zappeln sehen, manchmal war sie schon weitgehend zerlegt, aber eine ziemlich feste Größe war das Blutrührmütterlein. Kann auch ein Väterlein gewesen sein, das weiß ich nicht mehr so genau, auf jeden Fall alt und hutzelig und am Blut rühren.

Und daher mag ich gerne Blut sehen.

Meine abfotografierten Kadaver sind allerdings nicht selbst erlegt. Ich jage nicht. Ich schlachte auch nicht. Ich töte nicht. Jedenfalls nicht mit Absicht. Lediglich eine Katze im vergangenen Sommer mittels Auto. Habe ich aber kein Foto von gemacht. Konnte nicht anhalten. Sonst hätte ich mit der entsprechenden Katze begonnen. So muss eben eine brandenburgische Maus herhalten. Mit Zahngilb.

Verfolgung

So. Ich bat um Stalking. Habe ich auch bekommen. Habe gerade meine Followerliste besehen und dabei verschiedenes feststellen müssen: Zum einen ist die illustre Schar derer, die mich interessant finden, sprunghaft angestiegen von Null auf zwei, was eine beachtliche Menge ist. Ich bin gerade nicht in der Lage, das in Prozenten auszudrücken. Und ich gehe jede Wette ein, dass das auch niemandem sonst sofort gelingt. Obwohl… ich habe mal von Menschen gehört, die sollen solche Sachen können, gar ihr Geld damit verdienen. Eventuell nennt man die Mathematiker oder Physiker oder irgendwie so. Bin ich aber keiner von.

Leider musste ich aber feststellen, dass die Hälfte der von mir in Prozenten nicht ausdrückbaren Menge von Verfolgern ich selber bin, weil ich auf die falsche Schaltfläche geklickt habe. Nun bin ich also eitel und folge mir selber. Und bilde damit praktisch die Hälfte der unendlichen Menge Follower, welche ich seit gestern hinzugewonnen habe. Entsprechend bin ich die Hälfte von Unendlich, was ja irgendwie auch unendlich ist. Und das ist verwirrend, weil doppelt so viel genauso viel ist wie die Hälfte davon. Schlimm.

Hilfe…

Beitrag

Holla! Bin erschüttert und erfreut zugleich! Blog schreiben ist offenbar doch sehr lustig! Habe nämlich gerade meinen ersten Beitrag zum internationalen Beitragswald beigetragen, woraufhin mich WordPress mit einem illustren Sprachenmischmasch ermunterte, damit fortzufahren: „Yay! You published a Beitrag!“ Da geht mein Daumen hoch für.

Meine Ohren

Ahoi, werte Gemeinde, die Du hoffentlich im Entstehen begriffen bist. Ich gelobe hiermit feierlich, dass ich alles erdenkliche tun werde, um Dich zu erfreuen und an mich zu binden. Genau. Ein Saenph sie zu binden, wie es schon Atze Tolkien so ähnlich zu formulieren wagte. Das Wort aus dem Mund er mir nahm.

An dieser Stelle sei gesagt, dass meine Ohren ganz offenbar ein sehr gemütlicher Ort sind. Allerlei Volk liegt mir da in einem Fort drin. Mit der Forderung, ich solle gefälligst einen Blog schreiben. Doch warum? Bislang habe ich in meinem Leben gerade mal in zwei oder drei Blogs kurz herumgestöbert. Eigentlich bin ich der Meinung, dass es viel zu viele Leute gibt, die sich selbst viel zu wichtig nehmen und immerzu viel zu viel Mist ins Internet schreiben. Nun denn. Mache ich halt mal mit.

Doch um was zu tun? Ich habe keine Ahnung. Ich verfolge kein Ziel. Ich habe keinen Plan. Ich weiß nicht, was das mal werden wird. Ich weiß nicht mal, ob ich das überhaupt lange aushalte. Und ob ich diszipliniert genug bin, um halbwegs regelmäßig den einen oder auch den anderen Satz hier reinzuschreiben. Und das dann auch noch zu allem Überfluss öffentlich zu machen. Auf dass es auf immerdar als mein Gesülze da steht. Ach ja, und dann weiß ich natürlich auch überhaupt nicht, ob den Mist dann auch irgendwer auch nur ansatzweise interessant findet.

Bis hierhin ist dieser Blog auf jeden Fall so wichtig wie ein Lied darüber, dass einem kein Lied einfällt. Gibt es Millionen von. Aber ein paar davon sind wenigstens gut. Meins auch? Die Zeit wird’s zeigen.